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Über Tai-Chi-Chuan

Schriftzeichen fr Tai-Chi-ChuanTai Chi Chuan ist eine uralte Bewegungskunst aus China. Sie erlernen und üben heißt, seinen Körper in eine Form bringen, die ihn verändert und neu strukturiert. Es ist ein Übungsweg, der uns unserem Wesenskern näher bringen kann. Ein behutsames Reifen, als fließender, aber beharrlicher Prozess der Wandlung.

Im Tai Chi Chuan stehen Bewegungsformen im Vordergrund, die ohne Unterbrechung fließend ineinander übergehen und von der Körpermitte her ausgeführt werden. Die exakte Ausführung der Bewegungsformen dient der Entwicklung und Verfeinerung unserer Lebensenergie, der Entwicklung von Achtsamkeit und Konzentration und der Steigerung des Körpergefühls. Körper und Geist sind entspannt, gelassen und wach.

Tai Chi Chuan wirkt bei regelmäßigem Üben von innen. Der Körper verwandelt sich durch das Freisetzen von Energie auf der Zellebene, ohne Eingriff von außen. Durch das Fließen und den Ausgleich von Yin und Yang Energie wird unser Geist wacher und wir finden neue Lösungsmöglichkeiten im alltäglichen Leben. Dies wirkt sich auf den Körper mit weniger Stresssituationen und Verkrampfungen aus. Unsere Selbstheilungskräfte entfalten sich.

1. Gesundheitsübung

In der chinesischen Medizin hat Tai Chi Chuan eine lange Tradition als Vorbeuge- und Heilmittel /z.B.bei hohem Blutdruck, Rückenleiden u.ä.).Die langsamen Übungen stärken Muskeln, Sehnen und Gelenke schonend, aber trotzdem sehr wirksam. Die Bauchatmung stimuliert unsere dort befindlichen Organe, besonders die Verdauung wird angeregt.

Außerdem – fast noch wichtiger – entlastet die Atemtechnik unser Herz. Die Haltungsschulung verlangt einen festen Stand und einen geraden Rücken. Die Wirbelsäule wird gedehnt, dadurch können die Bandscheiben wieder mit Nährstoffen versorgt werden, das Nervensystem im Rückenmark wird vom Druck, von der Einengung durch die Bandscheiben befreit.
Besonders interessant an dieser Haltungsschulung ist die Vermittlung des richtigen Stehens mittels verschiedener althergebrachter Bilder: so stellt sich der Übende zu Anfang einen Faden vor, der seinen Kopf von der Mitte nach oben zieht und so die Wirbelsäule „begradigt“. Für sicheren Stand sind die Füße im Boden „verwurzelt“.
 

2. Meditation

Haltung und Atemtechnik sind beim Tai Chi Chuan wie bei allen Meditationsformen ein wesentliches Element. Diese Voraussetzungen ermöglichen in Verbindung mit in Fleisch und Blut übergegangenen Bewegungen das Verbleiben in meditativer Geisteshaltung. Im Gegensatz zu den meisten anderen Formen der Versenkung ist Tai Chi Chuan jedoch eine dynamische Meditation; während man sich stark auf seine Bewegung konzentriert, fällt es leichter, die intellektuelle Tätigkeit anzuhalten und die Gedanken ruhen zu lassen. Die geistigen Kräfte werden gestärkt.
 

3. Selbstverteidigung

Tai Chi Chuan ist eine Kampfkunst der sanften, inneren Schule und daher optimal auf den menschlichen Körper zugeschnitten.
Beim Tai Chi Chuan wird nicht Körperkraft und Härte trainiert, die Stärke resultiert vielmehr aus dem lockeren, koordinierten Zusammenspiel des Bewegungsapparates. Der um ein Vielfaches verbesserte Gleichgewichtssinn des Übenden sowie seine Chi – Entwicklung tun ihr übriges dazu.

Häufig waren Meister der sanften inneren Schule denen der harten äußeren Schule im Kampf überlegen.

Unterrichtet werden können:

  • Tai Chi Chuan Kurzform nach Chen Man Ching
  • Tai Chi Chuan für Senioren, eine besonders kurze Form mit 13 Bildern
  • Traditionelle Lange Yang Form

Waffenformen:

  • kurze Schwertform ( 32ger )
  • Lange Schwertform ( 85ger )
  • Regenbogenfächerform

 

"Wer andere erkennt, ist gelehrt.
Wer sich selbst erkennt, ist weise.
Wer andere besiegt, hat Muskelkräfte.
Wer sich selbst besiegt, ist stark."
Laotse

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